Freitag, 15. August 2008
Arbeit macht kein Spaß?
Wahrscheinlich geht es vielen so wie mir. Der Spaß und die Motivation an der Arbeit verschwindet und man kann gar nicht so viel dagegen machen.
Freitag, 1. August 2008
Back to Bensheim
"Diesen Urlaub haben wir uns aber anders vorgestellt" dachten wir uns am Donnerstag den 31.07.2008 um 5:00 Uhr in der Frühe. Denn schließlich wurde uns gleich zu Beginn unseres Urlaubes der gesamte Inhalt unseres Campingwagens geklaut.
Dabei hörte sich das Ganze so gut an "Urlaub in Südfrankreich mit einem als Campingwagen ausgebauten VW T3". Geplant war der direkte Weg in den Süden und bei Montpellier an die Küste. Von dort aus Richtung Spanien. Kurzum ein chilliger Urlaub nach dem Prinzip "Schlafen wo es einem gefällt".
Gesagt getan. Am Dienstagabend den 22.07.2008 machten wir uns auf die Socken Richtung Südfrankreich. Nach knapp 40 Stunden und ca. 1200 km kamen wir in Montpellier an. Von dort aus wollten wir dann Richtung Séte bzw. weiter südlicher.
Da es grade 11:00 Uhr war, wollten wir uns kurz mit frischen Lebensmitteln an einem großen Supermarkt (Carrefour) in St. Jean de Verdas versorgen. Stellten den T3 in der nähe des Einganges ab und gingen einkaufen.
20 - 30 min später kamen wir zurück zum Parkplatz, aber da fehlte doch etwas. Der Bus! Er war einfach nicht mehr da. Wir sind sofort quer über den Parkplatz gelaufen. Hin und her und dann ab zur Security, die dann auch noch mal über den Parkplatz hechteten. Aber der Bussi war weg!!!
Ach übrigens, konnte keiner der Securities Englisch sprechen. Eine Bäckereiangestellte half uns zum Glück beim übersetzten.
Nach einer Stunde suchen und einigen Tränen später wurden wir dann an die örtliche Polizei verwiesen. Die machten allerdings erst 1,5 Stunden später wieder auf. Tja, die in Frankreich haben halt noch die begeherte Siesta....
Auch bei der Gendamerie gabe es große Verständigungsprobleme. Mit Frenglisch schlugen wir uns einigermaßen durch. Nach ca. 3 Stunden fuchtelei wurden wir dann mehr oder weniger entlassen und sollte bis zum nächsten Tag in der Nähe bleiben.
Tja, aber was nun? Da standen wir nun mit 3 Einkaufstüten und den Klamotten am Leib, die wir bereits seit 2 Tagen trugen. Wir entschieden uns, in Absprachen mit dem ADAC, in ein Hotel im Zentrum von Montpellier einzuchecken.
Wir liefen also zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und warteten erstmal eine 3/4 Stunde in der prallen Sonne bis uns eine Frau auf französich erklärte, dass die Straßenbahn diese Woche nicht fuhr. "Okay, dann halt nicht" dachten wir und liefen zu Buslinie 2. Nach einer weiteren Viertelstunde kam dann der Bus und wir fuhren sogar noch mal an der Unglücksstelle vorbei Richtung Montpellier Zentrum. Wir dachten, dass unser Bussi schon über alle Berge war und unsere Chancen ihn wiederzubekommen gleich Null waren.
Nach zwei Kilometern schaute ich aus dem fahrenden Bus in eine "besser betuchte" Wohngegend. Wir fuhren an einigen Straßen vorbei und in einem Bruchteil einer Sekunde sah ich in einer Sackgasse einen weißen VW T3 , der unserem ganz Ähnlich sah.
Mein Herz ging auf Volltouren, wir stiegen an der nächsten Station aus und ich rannte zu der Straße zurück und tatsächlich Stand unser Bussi da.
Der Fahrradträger und die Fahrräder selbst waren weg aber trotzdem erkannt ich schon von Weitem, dass dies unser Bus war. Ich lief dann langsamer Richtung Bus, lief aber nicht ganz bis dorthin, da ich schon von weitem drei Männer in der Nähe vom Bus sah. Also bin ich wieder raus aus der Straße und überlegte in Panik "WAS NUN?". Ich ging zu ein paar Bauarbeitern, die mich dann gleich an den Vorarbeiter verwiesen aber wie schon gesagt Franzosen und Fremdsprachen passen einfach nicht zusammen.
Letztlich hielt ich wie im Film das nächste Auto an. Naja und wie im Film saß eine Frau hinterm Lenkrad und 5 Kinder hinten drin (es war ein großer Espace). Naja, auf jeden Fall blieb sie stehen und das war schon das Beste was mir passieren konnte. Die Frau konnte zumindest etwas gebrochenes Englisch aber versuchte ihr Bestes, um mir zu helfen.
Nach einer halben Stunde und noch einem Telefonat mit ihrem Ehemann holten wir Sanne, die uns dann aus Sorge schon entgegen kam und fuhren zur nächsten Polizeistation. Diese war dann schon wieder geschlossen - Franzosen und ihre Gendamerie :-(
Aber wir hatten ja noch unseren Polizeibericht von der Polizeistation aus St. Jean de Verdas. Also riefen wir dort an. Aber wir wurden zur Hauptpolizei verwiesen, da der Bus nicht mehr in deren Zuständigkeitsbereich stand.
Um das Ganze jetzt mal abzukürzen.... nach ner halben Stunde Diskutierei kamen dann 3 Zivilpolizisten und wir mussten erstmal beweisen, dass die unser Bussi war, indem wir kurz an den Bus fuhren in auf und wieder zuschließen sollten. Dann schnell wieder raus aus der Sackgasse.
Naja, nach einer weiteren halben Stunde wurde dann entschieden, dass wohl keine Observation durchgeführt werden soll. Also ist die gesamte Mannschaft zum Bus, um eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Leider wurde uns recht schnell klar, dass es kein Bestand mehr gab, um diese aufzunehmen.
Ja, der gesamte Inhalt (bis auf die Campingausrüstung und die Sitzgarnitur) war weg! Alles, und ich meine alles. Klamotten, Campingzubehör, Teppiche, Dosenfutter, Kerzen, Besteck, Töpfe, Getränke, etc.... die Liste ist einfach zu lange, um alles zu nennen. Es war nach dem Schrecken auf dem Supermarktparkplatz der zweit feste Schalg ins Gesicht den wir an diesem Tag bekamen. Aber damit hatten wir ja schon fast gerechnet, trotzdem war ein wenig Hoffnung einfach geplatzt.
In der Zeit, in der ich echt nur noch fluchend im Bus saß, versuchten die Polizisten auch noch mal bei den angrenzenden Häusern zu klingeln aber irgendwie war keiner da. Nachdem der Bussi auf Fahrtüchtigkeit geprüft wurde, fuhren wir dann zur Hauptwache.
Dort angekommen, wurde uns erstmal eine Wartenummer in die Hand gedrückt. Die Nummer 68.... und wir waren erst bei 56 :-(
Weitere 60 Minuten später waren unsere Zivilpolizisten schon wieder auf Streife aber leider waren es die Einzigsten Franzosen, die unsere Geschichte auf Französisch hätten erklären können. Denn wieder standen wir vor dem Verständigungsproblem. Keiner konnte Englisch!! Naja, wir haben es dann doch mit unserem "Schulfranzösisch" auf mind. 2 DIN 4 Seiten Text gebracht :-)
Letztendlich wurde uns die Anzeige in schriftform in die Hand gedrückt. Dazu gab es ein Wisch, dass unsere Nummernschilder geklaut wurden und noch ein paar aufmunternde Worte auf Französisch. Aber geholfen hat das alles nicht wirklich.
Wir entschlossen uns dann mit der Straßenbahn in die Innenstadt zu fahren, da dort einige Hotels zu finden waren. Den Bussi haben wir dann einfach bei der Polizei stehen lassen. Ist eigentlich ein super sicherer Stellplatz :-)
Unsere Reise endete an diesem Tag im Hotel Royal ganz in der Nähe von der Fußgängerzone.
Der Nächste Tag war dann unser Shoppingtag, da wir angefangen von der Zahnbürste, über Unterwäsche, etc. noch einige Dinge besorgen mussten.
..... to be continued
Dabei hörte sich das Ganze so gut an "Urlaub in Südfrankreich mit einem als Campingwagen ausgebauten VW T3". Geplant war der direkte Weg in den Süden und bei Montpellier an die Küste. Von dort aus Richtung Spanien. Kurzum ein chilliger Urlaub nach dem Prinzip "Schlafen wo es einem gefällt".
Gesagt getan. Am Dienstagabend den 22.07.2008 machten wir uns auf die Socken Richtung Südfrankreich. Nach knapp 40 Stunden und ca. 1200 km kamen wir in Montpellier an. Von dort aus wollten wir dann Richtung Séte bzw. weiter südlicher.
Da es grade 11:00 Uhr war, wollten wir uns kurz mit frischen Lebensmitteln an einem großen Supermarkt (Carrefour) in St. Jean de Verdas versorgen. Stellten den T3 in der nähe des Einganges ab und gingen einkaufen.
20 - 30 min später kamen wir zurück zum Parkplatz, aber da fehlte doch etwas. Der Bus! Er war einfach nicht mehr da. Wir sind sofort quer über den Parkplatz gelaufen. Hin und her und dann ab zur Security, die dann auch noch mal über den Parkplatz hechteten. Aber der Bussi war weg!!!
Ach übrigens, konnte keiner der Securities Englisch sprechen. Eine Bäckereiangestellte half uns zum Glück beim übersetzten.
Nach einer Stunde suchen und einigen Tränen später wurden wir dann an die örtliche Polizei verwiesen. Die machten allerdings erst 1,5 Stunden später wieder auf. Tja, die in Frankreich haben halt noch die begeherte Siesta....
Auch bei der Gendamerie gabe es große Verständigungsprobleme. Mit Frenglisch schlugen wir uns einigermaßen durch. Nach ca. 3 Stunden fuchtelei wurden wir dann mehr oder weniger entlassen und sollte bis zum nächsten Tag in der Nähe bleiben.
Tja, aber was nun? Da standen wir nun mit 3 Einkaufstüten und den Klamotten am Leib, die wir bereits seit 2 Tagen trugen. Wir entschieden uns, in Absprachen mit dem ADAC, in ein Hotel im Zentrum von Montpellier einzuchecken.
Wir liefen also zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und warteten erstmal eine 3/4 Stunde in der prallen Sonne bis uns eine Frau auf französich erklärte, dass die Straßenbahn diese Woche nicht fuhr. "Okay, dann halt nicht" dachten wir und liefen zu Buslinie 2. Nach einer weiteren Viertelstunde kam dann der Bus und wir fuhren sogar noch mal an der Unglücksstelle vorbei Richtung Montpellier Zentrum. Wir dachten, dass unser Bussi schon über alle Berge war und unsere Chancen ihn wiederzubekommen gleich Null waren.
Nach zwei Kilometern schaute ich aus dem fahrenden Bus in eine "besser betuchte" Wohngegend. Wir fuhren an einigen Straßen vorbei und in einem Bruchteil einer Sekunde sah ich in einer Sackgasse einen weißen VW T3 , der unserem ganz Ähnlich sah.
Mein Herz ging auf Volltouren, wir stiegen an der nächsten Station aus und ich rannte zu der Straße zurück und tatsächlich Stand unser Bussi da.
Der Fahrradträger und die Fahrräder selbst waren weg aber trotzdem erkannt ich schon von Weitem, dass dies unser Bus war. Ich lief dann langsamer Richtung Bus, lief aber nicht ganz bis dorthin, da ich schon von weitem drei Männer in der Nähe vom Bus sah. Also bin ich wieder raus aus der Straße und überlegte in Panik "WAS NUN?". Ich ging zu ein paar Bauarbeitern, die mich dann gleich an den Vorarbeiter verwiesen aber wie schon gesagt Franzosen und Fremdsprachen passen einfach nicht zusammen.
Letztlich hielt ich wie im Film das nächste Auto an. Naja und wie im Film saß eine Frau hinterm Lenkrad und 5 Kinder hinten drin (es war ein großer Espace). Naja, auf jeden Fall blieb sie stehen und das war schon das Beste was mir passieren konnte. Die Frau konnte zumindest etwas gebrochenes Englisch aber versuchte ihr Bestes, um mir zu helfen.
Nach einer halben Stunde und noch einem Telefonat mit ihrem Ehemann holten wir Sanne, die uns dann aus Sorge schon entgegen kam und fuhren zur nächsten Polizeistation. Diese war dann schon wieder geschlossen - Franzosen und ihre Gendamerie :-(
Aber wir hatten ja noch unseren Polizeibericht von der Polizeistation aus St. Jean de Verdas. Also riefen wir dort an. Aber wir wurden zur Hauptpolizei verwiesen, da der Bus nicht mehr in deren Zuständigkeitsbereich stand.
Um das Ganze jetzt mal abzukürzen.... nach ner halben Stunde Diskutierei kamen dann 3 Zivilpolizisten und wir mussten erstmal beweisen, dass die unser Bussi war, indem wir kurz an den Bus fuhren in auf und wieder zuschließen sollten. Dann schnell wieder raus aus der Sackgasse.
Naja, nach einer weiteren halben Stunde wurde dann entschieden, dass wohl keine Observation durchgeführt werden soll. Also ist die gesamte Mannschaft zum Bus, um eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Leider wurde uns recht schnell klar, dass es kein Bestand mehr gab, um diese aufzunehmen.
Ja, der gesamte Inhalt (bis auf die Campingausrüstung und die Sitzgarnitur) war weg! Alles, und ich meine alles. Klamotten, Campingzubehör, Teppiche, Dosenfutter, Kerzen, Besteck, Töpfe, Getränke, etc.... die Liste ist einfach zu lange, um alles zu nennen. Es war nach dem Schrecken auf dem Supermarktparkplatz der zweit feste Schalg ins Gesicht den wir an diesem Tag bekamen. Aber damit hatten wir ja schon fast gerechnet, trotzdem war ein wenig Hoffnung einfach geplatzt.
In der Zeit, in der ich echt nur noch fluchend im Bus saß, versuchten die Polizisten auch noch mal bei den angrenzenden Häusern zu klingeln aber irgendwie war keiner da. Nachdem der Bussi auf Fahrtüchtigkeit geprüft wurde, fuhren wir dann zur Hauptwache.
Dort angekommen, wurde uns erstmal eine Wartenummer in die Hand gedrückt. Die Nummer 68.... und wir waren erst bei 56 :-(
Weitere 60 Minuten später waren unsere Zivilpolizisten schon wieder auf Streife aber leider waren es die Einzigsten Franzosen, die unsere Geschichte auf Französisch hätten erklären können. Denn wieder standen wir vor dem Verständigungsproblem. Keiner konnte Englisch!! Naja, wir haben es dann doch mit unserem "Schulfranzösisch" auf mind. 2 DIN 4 Seiten Text gebracht :-)
Letztendlich wurde uns die Anzeige in schriftform in die Hand gedrückt. Dazu gab es ein Wisch, dass unsere Nummernschilder geklaut wurden und noch ein paar aufmunternde Worte auf Französisch. Aber geholfen hat das alles nicht wirklich.
Wir entschlossen uns dann mit der Straßenbahn in die Innenstadt zu fahren, da dort einige Hotels zu finden waren. Den Bussi haben wir dann einfach bei der Polizei stehen lassen. Ist eigentlich ein super sicherer Stellplatz :-)
Unsere Reise endete an diesem Tag im Hotel Royal ganz in der Nähe von der Fußgängerzone.
Der Nächste Tag war dann unser Shoppingtag, da wir angefangen von der Zahnbürste, über Unterwäsche, etc. noch einige Dinge besorgen mussten.
..... to be continued
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